Problem am Triebwerk erschwert Pläne der US-Raumfahrtbehörde
Ein Fehler in einem der Haupttriebwerke der Starship während ihres 14. Testflugs in Texas könnte die Termine des Artemis-Programms der Nasa gefährden. Das Raumschiff von SpaceX, das Menschen zum Mond bringen und zurückholen soll, erlitt kurz nach der Trennung vom Booster die unerwartete Abschaltung eines Raptor-Triebwerks.
Trotz des Zwischenfalls gelang es der Mission, das Raumschiff in eine Umlaufbahn zu bringen und den ersten kommerziellen Satellitenstart durchzuführen. Ingenieure untersuchen nun, ob der Vorfall isoliert war oder auf ein größeres Konstruktionsproblem hinweist.
Direkte Auswirkungen auf das Artemis-Programm
Die Nasa plant den Einsatz der Starship als Mondlandefähre bereits bei der Artemis-3-Mission, die ursprünglich für den nächsten Sommer auf der Nordhalbkugel vorgesehen war. Jede Verzögerung bei nachfolgenden Flügen, einschließlich des Tests der Turmfangmanöver, könnte dieses Datum beeinflussen.
Dean Sladen, Luftfahrtingenieur bei Accu Components, warnte, dass umfangreiche Reparaturen an der Flotte der Methan-Triebwerke das größte Risiko darstellen. Diese Komponenten sind komplex und teuer, ähnliche Probleme traten bereits bei früheren Tests auf, etwa beim Flug 12 im Mai.
Harter Wettbewerb im Raumfahrtsektor
Die von Elon Musk gegründete SpaceX konkurriert mit Blue Origin von Jeff Bezos um den Nasa-Vertrag für das Mondlandemodul. Die US-Behörde betrachtet diesen Wettbewerb als gesund, besonders angesichts der anhaltenden Verzögerungen bei den Starship-Tests.
Das offizielle Ziel der Nasa ist die Rückkehr von Astronauten auf die Mondoberfläche bis 2028, eine als ambitioniert geltende Vorgabe. China plant seinerseits eine bemannte Landung bis 2030.
- Ziele von SpaceX: Ausbau des Starlink-Konstellation und Erfüllung von Verträgen mit der Nasa.
- Identifizierte Risiken: Wiederkehrende Ausfälle im Antriebssystem könnten Änderungen an der gesamten Flotte erfordern.
- Nächste Schritte: Vollständige Ursachenanalyse vor weiteren Starts.