Rückgang im Hauptindex
Der Ibovespa startete den Handelstag am Freitag (25) negativ, erreichte neue Tiefststände und notierte unter 183.000 Punkten. Der Druck kam vor allem von der Inflationsvorschau, die die Prognosen übertraf und den Spielraum für weitere Selic-Senkungen verringerte.
Inflation über den Erwartungen
Der IPCA-15 für September stieg um 0,70 %, statt der erwarteten 0,53 %. Das Ergebnis, getrieben von Dienstleistungen und volatilen Posten wie Flugtickets und Kraftstoffen, schürte Sorgen um den Desinflationspfad. Ökonomen warnen, dass die Zentralbank die Zinssenkungen in den kommenden Sitzungen begrenzen könnte.
Dollar und Zinsen im Fokus
Der US-Dollar stieg im Devisenhandel und erreichte neue Höchststände über 5,21 BRL. Die Terminzinsen bewegten sich uneinheitlich, mit leichten Anstiegen bei einigen Laufzeiten, was das anhaltendere Inflationsszenario widerspiegelt.
Highlights an der Börse
- Stärkste Gewinner: AZZA3 (+3,10 %), VIVA3 (+2,80 %) und BEEF3 (+2,72 %)
- Stärkste Verlierer: UGPA3 (-3,71 %), VBBR3 (-3,52 %) und Petrobras-Aktien, wobei PETR4 über 2 % nachgab
Große Banken zeigten ein gemischtes Bild, während das Handelsvolumen hoch blieb.
Internationales Umfeld
Im Ausland schufen das Treffen zwischen Trump und Xi Jinping Erwartungen auf handelspolitische Fortschritte, doch der Ölpreis fiel angesichts möglicher Entspannung im Nahen Osten. Die EU bewilligte 6,6 Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine.
Im Kryptomarkt setzte die Börse Bitget Abhebungen aus, nachdem unautorisierte Transfers von 351,6 Millionen US-Dollar entdeckt wurden.
Ausblick
Anleger beobachten weiterhin die Reaktion der Zentralbank auf die Inflationsdaten und den Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Der Handel bleibt volatil mit Fokus auf die Haushaltskonsolidierung und das innenpolitische Wahlumfeld.