Kontrollen bleiben zwei weitere Wochen bestehen
Wer zwischen Italien und Spanien reist, dürfte weiterhin auf Stichprobenkontrollen an den Grenzen stoßen. Die beiden Länder haben beschlossen, die Binnenkontrollen bis Anfang Oktober zu verlängern. Die Information wurde vom italienischen Innenminister Matteo Piantedosi bestätigt.
Die Maßnahme wird nach Angaben der italienischen Regierung mindestens zwei weitere Wochen aufrechterhalten. In der Praxis können Passagiere in Häfen und Flughäfen, die die beiden Länder verbinden, Stichprobenkontrollen unterzogen werden, da Italien und Spanien keine gemeinsame Landgrenze haben.
Keine Hinweise auf Route von Ceuta aus
Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Migranten in Ceuta — einer spanischen Exklave in Nordafrika — versuchen, nach Italien weiterzureisen. Diese Einschätzung findet sich in der Begründung der italienischen Behörden.
Ceuta liegt an der Küste Marokkos und ist ein Eingangspunkt nach Europa. Eine mögliche Bewegung von Menschen von dort aus wird von Rom beobachtet.
Politischer Streit hinter den Kulissen
Die Verlängerung erfolgt inmitten neuer Spannungen über Migration innerhalb der Europäischen Union. Italien und Spanien gehören zum Schengen-Raum, einer Zone, die normalerweise die Freizügigkeit zwischen den Mitgliedstaaten ermöglicht, aber die vorübergehende Wiedereinführung von Kontrollen in Ausnahmesituationen vorsieht.
Der Streit dreht sich um unterschiedliche Auffassungen darüber, wie mit der Ankunft von Migranten und der Verteilung von Verantwortlichkeiten unter den Ländern des Blocks umzugehen ist. Die Entscheidung, die Kontrollen beizubehalten, ist ein weiteres Kapitel dieser Spannung.
Was sich für Reisende ändert
- Die Kontrollen erfolgen stichprobenartig und betreffen nicht alle Passagiere.
- Es wird empfohlen, gültige Ausweisdokumente mitzuführen.
- Die Verlängerung gilt bis Anfang Oktober.
- Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Kontrollen vor Ablauf dieser Frist ausgesetzt werden.
Die Behörden beider Länder dürften die Lage in den kommenden Wochen neu bewerten. Unterdessen bleibt das politische Klima rund um Migration in Europa angespannt.